
Prüfstelle für Brandschutztechnik
des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes GesmbH.
Staatlich akkreditierte Prüf- und Überwachungsstelle
A-1050 Wien, Siebenbrunnengasse 21; Tel.: +43 (0) 1-544 12 33
- TRVB 115/117
Ist eine Brandmeldeanlage eine Angelegenheit eines normalen Elektrofachmannes? Abnahmen und Zulassungen durch den Billigsten ?TRVB 115 und TRVB 117 gehen ins Genehmigungsverfahren:
Die TRVB 115 behandelt den Baulichen Brandschutz in Wohn- und Bürohäusern; eine Nutzung, die aufgrund der verstärkten Bautätigkeit von hoher Bedeutung ist.Im Zuge der ca. dreijährigen Ausarbeitung - federführend war SR DI Schmid (MA 35 B) - wurden sämtliche modernen Bauweisen auf ihre Sicherheit untersucht; spezielles Augenmerk wurde auf Dopppel-fassaden gelegt. Hiebei ergaben die Untersuchungen bzw. das Studium diverser Forschungsberichte die Gefährlichkeit dieser Bauweise, was auch seinen Niederschlag in den Anforderungen der TRVB fand. Eine weitere Neuigkeit ist die erstmalige dringende Empfehlung der Installation sog. "Homemelder" im privaten Bereich.Während verpflichtende Homemelder in Privatwohnungen in vielen europäischen Ländern (GB, NL, B, N, DK) seit Jahren Usus sind, ist dies bei uns leider noch immer ein "Reizthema", was sich im Stellungnahmeverfahren wieder einmal herausstellte.
Die TRVB 117 versucht ein österreicheinheitliches Ausbildungsschema für Brandschutzbeauftragte und Brandschutzwarte zu schaffen. Ausgehend von den Bestimmungen der ASchVo. und der AStVo. wurden einheitliche Lehrblöcke mit Mindeststundenzeiten und -inhalten geschaffen.Weiters sind numehr einheitliche Anforderungen an die Ausbildungsstätten definiert, sodaß gleichbleibende Qualität garantiert werden kann. Dies soll auch durch ein Zulassungsverfahren gewähr-leistet werden, wobei die Kommission paritätisch aus Vertretern des ÖBFV und der österr. Brandverhütungsstellen zusammengesetzt sein wird. Ebenso ist an die Auflage eines österreichweiten Brandschutzpasses gedacht. Alle diese Maßnahmen zusammen sollen die österreichweite gegenseitige Anerkennung der Ausbildungen garantieren. In der mit der Erarbeitung betrauten AG des TRVB Arbeitskreises unter der Leitung von OBR I Janesch (BF Klagenfurt) war der Großteil aller derzeitigen Ausbildungsinstitutionen vertreten.
Die Genehmigung der beiden TRVBs soll noch Ende August erfolgen, sodaß mit einem Erscheinen ca. Mitte Oktober zu rechnen ist. Fragen zu den TRVBs können an den Vorsitzenden OBR DI Wilfried Pausagerichtet werden.Top
Ist eine Brandmeldeanlage eine Angelegenheit eines normalen Elektrofachmannes?
Eine Brandmeldeanlage ist nicht bloß eine elektrotechnische Einrichtung! Sowohl für Planung und Installation, wie insbesondere auch für die Überprüfung derartiger Einrichtungen sind profunde Kenntnisse auf dem Gebiete des Vorbeugenden Brandschutzes wie auch Kenntnisse über die hinter den diesbezüglichen Europanormen und technischen Richtlinien stehenden Erkenntnisse der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit auf diesem Bereich erforderlich. Prüfer unserer Prüfstelle sind sowohl im CEN (Europanormung) wie auch bei vielen Forschungsprojekten, Vergleichsversuchen und praxisnahen Tests für Alternativ- und Sonderlösungen federführend bzw. eng eingebunden. Die reine Überprüfung korrekt verlegter Leitungen und die Einhaltung der zutreffenden ÖVE-Vorschriften hat mit der brandschutztechnischen Beurteilung einer Brandmeldeanlage überhaupt nichts zu tun. Die Prüfung und Beurteilung von Brandschutzeinrichtungen erfordert ein äußerst komplexes und integriertes Wissen im Bereich des Brandschutzes und sollte jenen kompetenten Stellen (Prüfstellen der Feuerwehren und Brandverhütungsstellen) überlassen bleiben, die aufgrund ihrer Erfahrung, Ausbildung und Grundlagenforschung dafür kompetent sind. Top
Abnahmen und Zulassungen durch den Billigsten ?
In letzter Zeit drängen sogenannte "Experten" auf den Markt, welche vorgeben, billiger und schneller brandschutztechnische Anlagen zu überprüfen bzw. gemäß einschlägigen Normen typzuprüfen.
Heutzutage ist die Überprüfung z.B. einer Brandmeldeanlage vor Ort eine komplexe Sache, die nicht nur Kenntnisse der Programmierung der Zentralen voraussetzt, sondern auch das Wissen um den brandschutztechnischen Platz einer BMA im Gesamtkonzept des Brandschutzes eines Objekts.
Die reine Kontrolle der Melderabstände und deren Beschriftung sagt nichts über den Schutzwert der Anlage aus. Bei den vielfältigen heutigen Möglichkeiten (Rauchabsaugsysteme, Funkmelder usf.) kommt der Vorberatung und optimalen Melderauswahl bereits in der Planungsphase erhöhte Bedeutung zu. Wer von den selbsternannten Experten weiß eigentlich, warum es eine "10-% Zone" gibt und was das in der Praxis bedeutet. Der Sachgebietsleiter für Brandmeldeanlagen unserer Prüfstelle ist Vorsitzender desjenigen europäischen Normenausschusses, welcher eine europaweit gültige Installationsnorm erarbeitet. Der Wissensaustausch mit den europäischen Experten fließt direkt in die Schulung unserer Prüfer ein.
Unser Sachgebietsleiter für Brandrauchlüftungen ist Mitglied des entsprechenden europäischen Normenausschusses und gemeinsam mit den "Päpsten" der Brandentrauchung P.J. Morgan und H.P. Hinckley Mitautor eines Buches über RWA, welches mittlerweile als Standardwerk auf diesem Gebiet gilt.
Die neue TRVB S 127 wurde führend von Mitgliedern unserer Prüfstelle gestaltet.
Diese vielfältigen Normen- und Richtlinientätigkeiten kosten viel Zeit und Geld (ca. 8 - 10 % unseres Umsatzes), bringen jedoch eine unvergleichliche Kompetenz und tiefe Einsicht in das "Wie" und "Warum" der Normenforderungen.
Dieses Wissen um die Hintergründe erlaubt in Sonderfällen das fundierte Abweichen von Normenforderungen. Dies kann jedoch nur aus dem verantwortungsvollen Wissen über die Hintergründe erfolgen, nicht jedoch durch Auswendiglernen von Richtlinien und sklavisches Herunterbeten derselben.
Ohne Übertreibung glauben wir sagen zu können, daß uns in bezug auf Kompetenz und brandschutztechnisches Wissen niemand das Wasser reichen kann ... Top